Chronik


Seit 1917 wird in Deutschland Handball gespielt, und zwar überwiegend in den Turnvereinen. Nachdem das Handballspiel sehr schnell populär wurde, fanden sich im Jahre 1927 einige junge Männer des damaligen „Jungmännervereins“ der Klosterkirche U. L. F. zusammen, um diesen Sport wettkampfmäßig zu betreiben. Was lag näher, als sich der noch jungen „Deutschen Jugendkraft DJK“ anzugliedern. So gründete man mit dem 1.Vorsitzenden Fritz Teusch die „DJK Rasensport Styrum“.

Nach anfänglichen Freundschaftsspielen konnte man bereits 1928 am Meisterschafts-Spielbetrieb der Deutschen Jugendkraft teilnehmen, die ja einen eigenen Spielbetrieb unterhielt. Gespielt wurde auf dem Sportplatz im Schönefeld, der heutigen Kleingartenanlage. Dank einer hervorragenden Organisation von Fritz Teusch, einem begeisterten Publikum und einer hervorragenden Kameradschaft gelang bald der Aufstieg bis in die Gauklasse, der höchsten Spielklasse der DJK. Was waren das für spannende Spiele gegen Tura 05 Dümpten, Unitas Speldorf, Adler Oberhausen oder den Erzrivalen Styrum 06, dem Deutschen Meister der DJK.Viele werden sich noch gerne der Spieler erinnern, wie Josef und Ewald Reppermund, Franz Poschmann, Franz Ott, Hans Klinkenbusch, Josef Torwesten, Franz Wichert, Martin Kremers, Hugo Stüber, Johann Peukert, Josef Kremer, Reinhard und Gerd Ingensandt, Anton Knopp, Willi Dylewski, Hugo Barth, Nikla Schwickrath, Franz und Josef Hohmann, Bernhard Freckmann.

Geistliche Beiräte waren zu Anfang Pater Ratte und später Pater Mangartz, der sich nicht scheute, das Trikot selbst anzuziehen.In diesen ersten Jahren wurde der Verein von Jahr zu Jahr stärker und erfreute sich immer größerer Popularität, bis 1933 die Nationalsozialisten mit dem Verbot der Deutschen Jugendkraft dem Verein ein jähes Ende bereiteten. Dieses Verbot dauerte bis zum Zusammenbruch 1945. Dank der Initiative der alten DJKler wie Fritz Teusch und Martin Kremers war es bereits 1948 schon wieder möglich, trotz der widrigen Nachkriegs-verhältnisse den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Wie konnte dies anders geschehen. als mit einem Vergleich aller Mannschaften mit dem Erzrivalen Styrum 06.
Gespielt wurde auf dem Stoppelfeld Ecke Landwehr und Nohlstraße. Da der Sportplatz zur Landwehr hin ein starkes Gefälle hatte, war er nach den ersten Regengüssen im Herbst eher für den Rudersport als für den Handballsport zu gebrauchen.
So manche Trainingsstunde wurde genutzt, um durch Eigenleistung den Sportplatz zu planieren oder die Umkleideräume im Keller bei Heinrich Klapdor oder später im Bunker bei Tenholt herzurichten.
Fritz Teusch war es, der als Vorsitzender mit Willi Brüggemann als Handballobmann den Verein in den ersten Nachkriegsjahren wieder führte. Vielleicht waren es gerade die schweren Nachkriegsjahre, die zu einer außerordentlichen Kameradschaft führten. Dass man zu den Spielen nach Bottrop oder Duisburg mit dem Fahrrad fuhr, war eine Selbstverständlichkeit.
Aber so wie sich die Zeit besserte, veränderten sich auch die Bedingungen für einen vernünftigen Spielbetrieb. So gelang es schließlich dem Vorsitzenden Fritz Achterfeld - er hatte 1953 Fritz Teusch abgelöst - nach langwierigen Verhandlungen mit der Stadtverwaltung Oberhausen, dass diese das Gelände Ecke Herder- und Ludwigstraße anpachtete, auf dem 1956 der neue Sportplatz eingeweiht wurde.
Mit dieser herrlichen Platzanlage war nun auch das Fundament gelegt für einen Aufschwung, der bis zum Aufstieg der 1. Mannschaft 1965 in die Landesliga anhielt.

Was gab es einen Wirbel, als man uns nach der Meisterschaft in der Bezirksklasse am grünen Tisch 8 Punkte abzog und dadurch den Aufstieg verhinderte, die Mannschaft aber in einer „nun – erst – recht“ - Reaktion mit ihrem Trainer Ellmann im folgenden Jahr 1965 wieder Meister wurde und doch in die Landesliga aufstieg.
Wie dicht Erfolg und Misserfolg beieinander liegen können, zeigte sich in den nun folgenden Jahren, in denen der Abstieg bis in die 2. Kreisklasse erfolgte.
Da die Jugendarbeit in Styrum immer an erster Stelle stand, konnten auch Misserfolge und Abstiege immer wieder aufgefangen und korrigiert werden. So konnte dank der hervorragenden Jugendarbeit des Toni Schumacher in den 60er Jahren 1974 der Aufstieg in die Kreisliga und 1976 gar unter Trainer Rainer Schilling der Aufstieg in die Bezirksklasse geschafft werden, wobei auch das Ziel Klassenerhalt im ersten Jahr erreicht wurde.
Nachdem die 1959 gegründete Damenhandballmannschaft 1964 komplett zum OTV gewechselt war, kehrte sie 1968 komplett zurück (Styrum bleibt Styrum!) und spielte mit wechselndem Erfolg in der Landesliga.

An dieser Stelle sei auch mit Stolz darauf hingewiesen, dass unsere Mannschaften bei der Diözesanmeisterschaft der Diözese Essen folgende Erfolge erzielten:
1975: Die Frauen werden Zweiter
1976: Die Frauen werden Meister und die Männer Zweiter
1977: Die Frauen werden Meister und die Jugend Zweiter.Ebenfalls in diesem Jahr nahmen die Männer- und Frauenmannschaft in Mainz am Bundessportfest der DJK teil.
Ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war zweifellos die Einweihung der Turnhalle an der Klosterkirche anlässlich des 40jährigen Jubiläums 1967.
Nachdem die Initiatoren Fritz Achterfeld, Willi Hetkämper und Pater Augustinus Richter die rechtlichen und finanziellen, Herr Architekt Stadler die baulichen Voraussetzungen geschaffen hatten, ließen ein großer Teil der Mitglieder den Plänen für den Umbau der 1948 geschaffenen Notkirche in eine Turnhalle Taten folgen. Mancher wird sich heute noch mit einem lachenden und einem weinenden Auge erinnern, wie bei eisiger Kälte die Scheiben eingesetzt, bei brüllender Hitze unterm Dach Kabel verlegt, der Estrich in den Umkleideräumen wieder herausgerissen und vom Kloster immer warmer Wacholder eingeschenkt wurde. Dieser Umbau war ein Beweis, wie Kirche und Sport zusammenarbeiten können.
Mit der Fertigstellung der Turnhalle an der Klosterkirche begann auch ein neuer Abschnitt in der Vereinsgeschichte. Während 40 Jahre lang nur Handball gespielt wurde, öffnete sich der Verein nun unter seinem Vorsitzenden Hermann Terwint auch für den Breitensport, der heute einen breiten Raum in der Vereinsstruktur einnimmt.
Nachdem als erste Gruppe 1967 die „Alten Herren“ begannen, folgten bald darauf die Frauen- und Kindergymnastik.
Stolze Erfolge verzeichneten 1971 - 1977 die Mädchen der Jazz-Gymnastik unter der Leitung von Gisela Terwint bei Aufführungen in der Stadthalle (KA-KA-JU) und in der Sporthalle Südbad (Stadtsportbund-Schau). 1976 und im Jubiläumsjahr 1977 wurde das Angebot durch die Gründung von Gymnastik-Gruppen für Paare (Er + Sie) und für Seniorinnen erweitert.
Das Ereignis des Jahres 1977 war im September die Feier des 50-jährigen Vereinsbestehens. Nach einem Festakt am Vormittag feierte die ganze Vereinsfamilie ausgelassen am Samstagabend in der Turnhalle und schwang eifrig das Tanzbein. Nach einem Festhochamt am Sonntagmorgen in der Klosterkirche U. L. F. klang das Fest mit einem Frühschoppen und einem Schüler-Handballspiel im Klostergarten aus. Selbstverständlich, dass alle Handballmannschaften das Jubiläum mit jeweils einem Turnier feierten.
Die Zugkraft unseres Vereins zeigte sich 1978 wieder einmal ganz deutlich, als die gesamte Basketball-Männermannschaft des SC Rot-Weiß Oberhausen mit einer Frauen-Gymnastikgruppe zu uns wechselte, sicher auch unter dem Einfluss des alten DJKler Hans Burggraf.
Selbstverständlich ist die Geselligkeit ein sehr wichtiger Punkt in unserem Vereinsleben. Karnevalsfeiern, Ausflüge, Kaffeekränzchen usw. sind aus den einzelnen Gruppen nicht mehr weg zu denken und erfreuen sich immer großen Zuspruchs. Bester Beweis war im Sommer 1986 ein Grillabend mit über 150 Teilnehmern im Klostergarten.
Eine erfolgreiche Etappe seit seinem Bestehen feierte der Verein am 26. September 1987 mit seinem 60-jährigen Jubiläum. Mit Tanz und Unterhaltung wurde in der Turnhalle bis in die Morgenstunden gefeiert.
Leider hat der Verein seit 1990 keinen geistlichen Beirat mehr, da Herr Pater Roos als Nachfolger von Pater Biermann nicht bereit war dieses Amt zu übernehmen, so dass wir bis heute als einziger Verein im Diözesanverband Essen ohne geistlichen Beirat sind. Schade!
Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte wurde 1992 mit der Ankündigung des Kirchenvorstandes gesetzt, den Vertrag über die Turnhalle zu kündigen und die Turnhalle in ein Pfarrzentrum umzubauen.
Der Vertrag mit den Hiltruper Missionaren als Grundstückseigentümer hatte eine Laufzeit von 30 Jahren und lief 1994 aus. Rein rechtlich war die Sache also in Ordnung.
Während der Vereinsvorstand für einen Umbau als Mehrzweckraum plädierte, sprach sich der Kirchenvorstand klar für ein Pfarrzentrum mit einem Pfarrsaal aus, wie es ja dann auch gebaut wurde.
Dank der Hilfsbereitschaft des Sportamtes der Stadt Oberhausen und vor allem dessen Leiter, Herrn Knaup, konnten nach vielen Verhandlungen jedoch alle Gruppen in anderen Turnhallen untergebracht werden. Leider verloren wir damit aber auch ein gutes Stück Bindung zur Klosterkirche.
Die Folge der Verlegung in andere Hallen, an anderen Wochentagen und zu anderen Zeiten war ein Mitgliederschwund von fast 25%, von dem vor uns aber mittlerweile fast wieder erholt haben.
Sportlich verliefen die letzten Jahre mit wechselnden Erfolgen. Während sich die Basketball - Abteilung wegen Überalterung und mangelndem Nachwuchs vollständig auflöste, geht es in der Handball - Abteilung dank hervorragender Jugendarbeit wieder aufwärts.
Einge Spieler aus der eigenen Handall - Mannschaft haben die Ausbildung zum Übungsleiter mit Lizenz des Landessportbund absolviert. Hierdurch und den zusätzlichen Hallenstunden konnten mehrere Jugendmannschaften in den verschiedenen Alterklassen erfolgreich aufgebaut und betreut werden.
Wir wünschen uns alle, dass die Zeichen des Erfolges weiterhin so positiv bleiben mögen und die Arbeit der vielen Mitarbeiter auch belohnt wird, denn Erfolg ist der schönste Dank für die Arbeit im Sport.

Was gab es einen Wirbel, als man uns nach der Meisterschaft in der Bezirksklasse am grünen Tisch 8 Punkte abzog und dadurch den Aufstieg verhinderte, die Mannschaft aber in einer „nun – erst – recht“ - Reaktion mit ihrem Trainer Ellmann im folgenden Jahr 1965 wieder Meister wurde und doch in die Landesliga aufstieg.
Wie dicht Erfolg und Misserfolg beieinander liegen können, zeigte sich in den nun folgenden Jahren, in denen der Abstieg bis in die 2. Kreisklasse erfolgte.
Da die Jugendarbeit in Styrum immer an erster Stelle stand, konnten auch Misserfolge und Abstiege immer wieder aufgefangen und korrigiert werden. So konnte dank der hervorragenden Jugendarbeit des Toni Schumacher in den 60er Jahren 1974 der Aufstieg in die Kreisliga und 1976 gar unter Trainer Rainer Schilling der Aufstieg in die Bezirksklasse geschafft werden, wobei auch das Ziel Klassenerhalt im ersten Jahr erreicht wurde.
Nachdem die 1959 gegründete Damenhandballmannschaft 1964 komplett zum OTV gewechselt war, kehrte sie 1968 komplett zurück (Styrum bleibt Styrum!) und spielte mit wechselndem Erfolg in der Landesliga

StartseiteSitemapDatenschutzerklärung